Symbolische Darstellung zur Gefahr von Hamas-Anschlägen in Deutschland vor Berliner Kulisse

Prosor warnt vor Hamas-Anschlägen in Deutschland

Nach der Anklage gegen sieben mutmaßliche Hamas-Mitglieder warnt Israels Botschafter Ron Prosor vor Hamas-Anschlägen und einer anhaltenden Terrorgefahr in Deutschland.

🕒 Lesezeit: ca. 2 Minuten

Die Gefahr von Hamas-Anschlägen in Deutschland steht nach der Anklage gegen sieben mutmaßliche Hamas-Mitglieder erneut im Fokus. Israels Botschafter Ron Prosor warnt vor einer weiterhin hohen Terrorgefahr: „Deutschland ist für die Hamas vom Rückzugsraum zum aktiven Terrorziel geworden“, sagte Prosor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Hintergrund ist eine Anklage der Bundesanwaltschaft, die am 8. September 2026 vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin erhoben wurde. Den sieben Männern werden unter anderem die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.

Hamas-Anschläge in Deutschland: Was die Anklage sagt

Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft plante die Hamas spätestens seit Juli 2025 einen konkreten Anschlag in Deutschland oder Österreich. Als mögliche Ziele nennt die Anklageschrift Repräsentanten Israels, Menschen jüdischen Glaubens und pro-israelisch eingestellte Personen. Der Anschlag sollte demnach Anfang Oktober 2025 und damit in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum zweiten Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023 stattfinden.

Prosor erklärte angesichts der Anklage gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, die Gefahr bleibe hoch. Seine Aussage, Deutschland habe sich für die Hamas vom Rückzugsraum zum aktiven Terrorziel entwickelt, ist eine sicherheitspolitische Bewertung des israelischen Botschafters. Der konkrete Anschlagsvorwurf selbst stammt aus den Ermittlungen und der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft. Weitere Hintergründe zu den mutmaßlichen Hamas-Strukturen und den Ermittlungen in Europa hat SCHLAGSEITE bereits im Beitrag „Hamas in Europa: Waffen, Netzwerke und Anschlagsverdacht“ zusammengefasst.

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ℹ️ Stand des Verfahrens

Die Vorwürfe sind Gegenstand einer Anklage und noch nicht rechtskräftig festgestellt. Der Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin entscheidet über die Eröffnung des Hauptverfahrens. Die Hamas hat eine Verbindung zu den Verdächtigen bestritten.

Die aktuelle Anklage geht ausdrücklich über den Vorwurf bloßer Unterstützung hinaus. Gegenstand des Verfahrens ist nach Darstellung der Bundesanwaltschaft ein konkreter Anschlagsplan auf israelische, jüdische und pro-israelische Ziele in Deutschland oder Österreich.

ℹ️ Faktenbasis und Primärquellen zum Artikel 📑

▶️ Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof:
Anklage im Zusammenhang mit Waffenbeschaffungen für die ausländische terroristische Vereinigung HAMAS erhoben
Originalmitteilung des Generalbundesanwalts zur Anklage vom 8. September 2026, den Tatvorwürfen, dem geplanten Zeitraum und den möglichen Anschlagszielen.

▶️ RedaktionsNetzwerk Deutschland:
Sieben mutmaßliche Hamas-Waffenbeschaffer in Berlin angeklagt
Originalquelle für die aktuellen Aussagen des israelischen Botschafters Ron Prosor zur Terrorgefahr in Deutschland.

▶️ Tagesschau:
Mutmaßliche Hamas-Unterstützer angeklagt
Journalistische Zusammenfassung der Anklage und der von der Bundesanwaltschaft beschriebenen Anschlagsplanung.

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