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Die Berliner Linke hat die Wahl gewonnen. Mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen wurde sie am 20. September stärkste Kraft, Elif Eralp will ins Rote Rathaus. Heute entscheidet ihre Partei auf einem Landesparteitag darüber, ob sie SPD und Grüne zu Sondierungsgesprächen einlädt. Damit ist die Debatte über Israelhass und problematische Strukturen innerhalb der Berliner Linken keine Wahlkampfrandnotiz mehr. Sie ist eine Regierungsfrage.
Eralp ist seit dem 22. September gemeinsam mit Tobias Schulze Co-Vorsitzende der neuen Linksfraktion. Für eine mögliche rot-grün-rote Regierung steht deshalb nicht mehr nur die Frage im Raum, was während des Wahlkampfs schiefgelaufen ist. Entscheidend ist, welche politischen Strukturen eine mögliche Regierende Bürgermeisterin in ihrer eigenen Partei duldet, begrenzt oder beendet.
Im n-tv-Interview vom 14. September wurde Eralp auf wiederkehrende Fälle von massivem Israelhass innerhalb ihrer Partei angesprochen. Sie sprach von Einzelnen, die Dinge täten, die nicht der Parteilinie entsprächen. n-tv fasste ihre Antwort ausdrücklich als Aussage über Einzelfälle zusammen.
Seitdem ist die Liste länger geworden. Dabei geht es nicht nur um einen Rapper, einen Gast auf einer Wahlparty oder einen missglückten Chat. Es geht um Vorgänge, die sich über Monate und teilweise Jahre ziehen: den Wahlkampfauftritt von Dahabflex, die öffentlich dokumentierte Zusammenarbeit der Linken Neukölln mit Vertretern des VPNK, die Auftritte Ibrahim Ibrahims, die Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität und den bestätigten Kontakt des Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak zu Firas Remmo.
Koçak und Eralp waren seit 2019 im selben Netzwerk
Bevor man über Koçaks spätere Kontakte spricht, gehört ein älterer Zusammenhang in die Chronologie. Elif Eralp und Ferat Koçak organisierten sich bereits 2019 gemeinsam im innerparteilichen Netzwerk LINKS*KANAX.
Eralp dokumentiert die Gründung selbst auf ihrer Website. Sie gehörte zu den Erstunterzeichnern des Gründungsmanifests. Auf derselben Liste steht Ferat Koçak. Das Netzwerk sollte migrantische und von Rassismus betroffene Stimmen innerhalb und außerhalb der Linken organisieren und sichtbarer machen.
Für die heutige Debatte ist das relevant, weil Koçak für Eralp kein unbekannter Neuköllner Abgeordneter war, dessen Name erst im September 2026 auftauchte. Beide waren seit Jahren Teil desselben innerparteilichen Netzwerks. Das belegt keine Kenntnis Eralps von späteren Chats, wohl aber eine langjährige politische Verbindung innerhalb des Berliner Landesverbands.
Dahabflex war kein unangemeldeter Zwischenfall
Ende August veranstaltete die Linke Neukölln auf dem Herrfurthplatz die Wahlkampfveranstaltung „Wütend auf den Kapitalismus“. Der Rapper Dahabflex trat dort auf Einladung des Bezirksverbands auf. Während seines Auftritts sang er unter anderem „Death to the IDF“. Nach Angaben des rbb tanzten und klatschten Zuschauer, während anwesende Politiker nicht eingriffen.
Eralp reagierte anschließend deutlich. Sie verurteilte Gewaltaufrufe, erklärte, die Verantwortlichen hätten sofort intervenieren müssen, und verlangte Aufklärung und Konsequenzen im Neuköllner Bezirksverband.
Dann passierte zunächst erstaunlich wenig.
Am 5. September bestätigte Landesvorsitzende Kerstin Wolter dem Tagesspiegel, dass bis dahin keine Konsequenzen erfolgt waren. Der geschäftsführende Landesvorstand hatte zwar eine Sondersitzung mit Vertretern der Neuköllner Linken durchgeführt, öffentlich erkennbare personelle oder politische Folgen gab es zunächst nicht. Noch am 22. September kritisierte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, ausdrücklich, dass aus dem Vorgang keine personellen oder politischen Konsequenzen gezogen worden seien.
Damit wird aus Eralps Distanzierung ein politisches Problem anderer Art. Eine Spitzenkandidatin kann Konsequenzen verlangen. Entscheidend ist, ob Landesverband und Bezirksverband sie anschließend umsetzen.
Der Bezirksverband hatte den Künstler eingeladen. Politiker waren anwesend. Niemand griff ein. Wochen später war nicht eine klare personelle Konsequenz das sichtbare Ergebnis, sondern die nächste Debatte um denselben Bezirksverband.
Eine Pressemitteilung ist eine Distanzierung. Kontrolle über den eigenen politischen Apparat ist etwas anderes.
Linke Neukölln bestätigte öffentlich den Austausch mit dem VPNK
Noch schwerer wiegt die Vorgeschichte des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees, kurz VPNK.
Der Berliner Verfassungsschutzbericht 2024 beschreibt, dass Anhänger der PFLP gemeinsam mit Berliner Hamas-Anhängern unter der Dachbezeichnung VPNK zahlreiche Versammlungen organisierten. Die Feststellung ist konkret: Unter dieser Dachbezeichnung traten Anhänger beider Organisationen gemeinsam auf.
Die Linke Neukölln kannte diese Bewertung und wies sie öffentlich zurück. Auf ihrer eigenen Internetseite erklärte der Bezirksverband, bereits seit Monaten mit Vertretern des VPNK im Austausch zu stehen und gemeinsam mit ihnen auf die Straße zu gehen. Den eigenen Ansprechpartnern sprach die Linke Neukölln sogar ihr „vollstes Vertrauen“ aus. Die Stellungnahme ist bis heute auf der Website des Bezirksverbands abrufbar.
Der Kontakt war also weder verborgen noch zufällig. Er war politisch gewollt, öffentlich beschrieben und gegen Kritik verteidigt worden.

Passende X-Beiträge
Aus dem SCHLAGSEITE X-ArchivIbrahim Ibrahim war lange vor der Wahlparty bekannt
Einer der Akteure aus diesem Umfeld ist Ibrahim Ibrahim. Er trat in Berlin als Vertreter des VPNK auf. Der Rechercheverein democ beschreibt ihn als langjährigen PFLP-Aktivisten.
Seine öffentlichen Äußerungen gingen deutlich über scharfe Kritik an Israel hinaus. Bei einer Veranstaltung im Oktober 2025 verherrlichte Ibrahim nach Dokumentation von democ den Hamas-Führer Yahya Sinwar als „standhaften Führer“ und „Märtyrerhelden“. Sinwar gehörte zu den zentralen Verantwortlichen für Planung und Durchführung des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023.
Ibrahim tauchte damit nicht erstmals am Wahlabend im politischen Umfeld der Neuköllner Linken auf. Bereits 2025 war er bei Veranstaltungen der Linken Neukölln als VPNK-Vertreter aufgetreten. Seine politische Vorgeschichte war öffentlich dokumentiert.
Auf der Wahlparty entstand ein Foto mit Ferat Koçak. Koçak erklärte später, er habe die politischen Hintergründe Ibrahims nicht gekannt, und distanzierte sich ausdrücklich von gewalt- und terrorverherrlichenden Aussagen.
Das Foto ist deshalb nicht der entscheidende Punkt. Entscheidend ist die Vorgeschichte: Ibrahim war bereits zuvor als VPNK-Vertreter im Umfeld des Bezirksverbands aufgetreten und hatte Sinwar öffentlich verherrlicht. Sein erneutes Auftauchen im September 2026 stand damit nicht ohne bekannte politische Vorgeschichte im Raum.
Die Palästina-Struktur sitzt innerhalb der Partei
Auch die Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität lässt sich nicht auf eine einzelne Aktivistin reduzieren. Sie ist eine innerparteiliche Struktur der Berliner Linken.
Eine ihrer Wortführerinnen ist Hannah Bruns. Gegen sie liegt inzwischen ein Parteiausschlussantrag bei der Landesschiedskommission vor. Mehrere Parteimitglieder haben ihn eingereicht.
Warum ihre Positionen weit über gewöhnliche Kritik an einer israelischen Regierung hinausgehen, zeigt eine öffentlich dokumentierte Aussage besonders deutlich. Bruns erklärte, die Befreiung Palästinas sei erst erreicht, wenn „Tel Aviv wieder in der Hand von Palästina“ liege. Der Parteiausschlussantrag und die Aussage wurden inzwischen öffentlich dokumentiert.
Die Aussage bezieht Tel Aviv, also eine Stadt im international anerkannten israelischen Staatsgebiet, ausdrücklich in ihre Vorstellung eines künftig palästinensisch bestimmten politischen Raums ein. Bruns bestätigte das Zitat später gegenüber dpa, erklärte jedoch, es müsse im Kontext verstanden werden. Nach ihrer Darstellung tritt sie für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern in einem gemeinsamen Staat ein.
Im Juli 2025 erklärte Bruns zudem, sie wolle sich nicht von Kräften distanzieren, die aus ihrer Sicht einen gerechtfertigten Kampf gegen Israel führten. Auf die anschließende Nachfrage nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober erklärte sie, sie werde sich „von gar nichts distanzieren“.
Über den Ausschlussantrag ist noch nicht entschieden. Politisch entscheidend ist bereits vorher etwas anderes: Die LAG Palästinasolidarität ist keine private Initiative außerhalb der Partei. Der Konflikt befindet sich innerhalb einer organisierten Parteistruktur.
Dass Linke-Mitglieder selbst den Ausschluss beantragt haben, zeigt gleichzeitig, dass es innerhalb der Partei Widerstand gegen Bruns und ihre Positionen gibt. Der Konflikt ist innerparteilich und lässt sich deshalb weder als bloßer Angriff politischer Gegner noch als Angelegenheit einer Außenstehenden behandeln.

Koçaks Remmo-Chat war politischer als ein Gruß
Ferat Koçak steht inzwischen im Zentrum eines zweiten Vorgangs. Nach dem Auftauchen Issa Remmos auf der Neuköllner Wahlparty erklärte die Linke, dieser sei nicht eingeladen gewesen und später hinausgeschickt worden.
Kurz darauf veröffentlichte dessen Sohn Firas Remmo einen Chat mit Koçak. Koçak bestätigte die Kommunikation. Darin schrieb er unter anderem: „Grüße mit Respekt zurück an deinen Vater.“ Später schickte er Firas Remmo einen Ausschnitt einer Bundestagsrede und bat ihn, diesen zu verbreiten.
Der Inhalt dieser Rede macht den Vorgang politisch interessanter als einen bloß freundlichen Chat.
Koçak hatte am 29. Januar 2026 im Bundestag über den Begriff Clankriminalität gesprochen. Im offiziellen Plenarprotokoll bezeichnete er ihn als politischen Kampfbegriff mit rassistischer Geschichte. Gleichzeitig stellte er klar, dass organisierte Kriminalität existiere und konsequent bekämpft werden müsse. Das zentrale Problem des Clanbegriffs sah er darin, dass dadurch ganze Familien unter Generalverdacht gestellt würden.
Einen Ausschnitt aus genau dieser Debatte schickte Koçak später an Firas Remmo und bat um Weiterverbreitung.
Koçak erklärte anschließend, beim ersten Kontakt nicht gewusst zu haben, mit wem er schrieb. Kurz danach sei ihm die Identität seines Gesprächspartners bekannt geworden. Die spätere Nachricht mit seiner Rede bezeichnete er selbst als Fehler. Er entschuldigte sich und ließ seine Mitarbeit im Bundestags-Innenausschuss bis auf Weiteres ruhen.
Damit liegt die politische Pointe offen: Ein Abgeordneter, der den Begriff Clankriminalität wegen seiner pauschalisierenden Wirkung kritisiert, bittet den Sohn eines Mitglieds der Remmo-Familie um Verbreitung genau dieser Rede. Für die Bewertung muss daraus keine weitergehende Verbindung konstruiert werden. Der bestätigte Vorgang steht für sich.
Beim Remmo-Komplex klare Kante, beim VPNK monatelanger Austausch
Eralp zog nach dem Auftauchen Issa Remmos eine klare Grenze. Im RBB-Inforadio erklärte sie, ihre Partei wolle mit organisierter Kriminalität nichts zu tun haben. Remmo sei ihres Wissens nicht eingeladen gewesen und später hinausgeschickt worden.
Genau diese Klarheit macht den Vergleich mit dem VPNK aufschlussreich.
Beim Remmo-Komplex lautet die Botschaft: nicht eingeladen, keine gewollte Verbindung, klare Distanz.
Beim VPNK dokumentierte der Neuköllner Bezirksverband selbst monatelangen Austausch, gemeinsame Demonstrationen und volles Vertrauen in die beteiligten Vertreter.
Die Sachverhalte sind verschieden. Die politische Messlatte lässt sich dennoch vergleichen: Wie schnell und wie eindeutig zieht eine Partei Grenzen, wenn problematische Kontakte oder Positionen bekannt werden?
Beim Remmo-Komplex kam die Distanzierung unmittelbar. Beim VPNK hatte der Bezirksverband die Zusammenarbeit bereits vorher ausdrücklich verteidigt.
Die Debatte über Israelhass wird zur Koalitionsfrage
Seit dem Wahlsieg reicht diese Debatte direkt in die mögliche Regierungsbildung hinein.
Die SPD-Bundesspitze nahm die Linke öffentlich in die Pflicht. Antisemitische Parolen hätten weder in Gesellschaft noch Politik Platz. Die Linke werde daran gemessen, Antisemitismus und Verbindungen zu kriminellen Milieus in den eigenen Reihen keinen Raum zu lassen.
Grünen-Co-Chef Felix Banaszak machte ebenfalls deutlich, dass Gespräche scheitern könnten. Ein Bekenntnis auf Papier zum Existenzrecht Israels reiche nicht aus, wenn Parteimitglieder antisemitische Positionen verträten. Er verlangte Klarheit und Sanktionen.
Bei ersten Vorgesprächen vereinbarten Linke und Grüne, zunächst über Sicherheit, den Schutz jüdischen und queeren Lebens sowie den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus zu sprechen. Die Grünen bezeichnen die Klärung dieser Fragen als Voraussetzung für reguläre Sondierungen.
Der Zentralrat der Juden geht noch weiter. Präsident Josef Schuster warnte SPD und Grüne ausdrücklich davor, der Linken den Weg ins Rote Rathaus zu öffnen. Er sieht in den Vorgängen ein strukturelles Problem in Teilen des Berliner Landesverbands.
Gegen diese Bewertung gibt es auch jüdischen Widerspruch. In einem offenen Brief von 150 jüdischen Berlinern wird davor gewarnt, Antisemitismusvorwürfe gegen die Linke politisch zu instrumentalisieren und Kritik an israelischer Politik pauschal mit Antisemitismus gleichzusetzen.
Für die Regierungsbildung bleibt der konkrete Befund: SPD und Grüne behandeln das Thema nicht als erledigten Wahlkampfstreit. Für die Grünen gehört seine Klärung ausdrücklich an den Anfang möglicher Sondierungen.
Heute wird daraus eine Regierungsfrage
Die Linke ist stärkste Kraft im neuen Abgeordnetenhaus. Eralp will Regierende Bürgermeisterin werden. Heute, am 25. September, entscheidet der Landesparteitag, ob SPD und Grüne offiziell zu Sondierungsgesprächen eingeladen werden.
Bei einem positiven Votum könnten die Sondierungen bereits in der kommenden Woche beginnen. Das wären noch keine Koalitionsverhandlungen. Zunächst soll geklärt werden, ob genügend politische Gemeinsamkeiten für solche Verhandlungen bestehen.
Damit verändert sich auch der Maßstab für Eralp. Von einer Spitzenkandidatin kann man Distanzierungen verlangen. Von einer möglichen Regierungschefin muss man zusätzlich erwarten können, dass angekündigte politische Konsequenzen innerhalb des eigenen Verantwortungsbereichs erkennbar werden.
Politische Verantwortung beginnt nicht beim privaten Chatverlauf
Es gibt keinen belegten Nachweis dafür, dass Eralp Koçaks Remmo-Chat vorher kannte oder über jede einzelne Äußerung Ibrahims informiert war. Für die politische Kernfrage ist das auch nicht erforderlich.
Eine mögliche Regierende Bürgermeisterin wird nicht daran gemessen, ob sie persönlich jede Nachricht ihrer Parteifreunde gelesen hat. Sie wird daran gemessen, wie sie mit öffentlich bekannten Strukturen im eigenen politischen Umfeld umgeht, ob angekündigte Konsequenzen tatsächlich folgen und ob politische Grenzen nur kommentiert oder auch innerhalb der eigenen Partei durchgesetzt werden.
Die Debatte über Israelhass geht über Einzelfälle hinaus
Dahabflex war eingeladen. Konsequenzen blieben zunächst aus. Beim VPNK dokumentierte die Linke Neukölln selbst ihre Zusammenarbeit. Ibrahim hatte lange vor der Wahlparty eine öffentlich bekannte politische Vorgeschichte. Die LAG Palästinasolidarität ist eine innerparteiliche Struktur. Eralp und Koçak organisierten sich seit 2019 gemeinsam bei LINKS*KANAX. Koçaks Kontakt zu Firas Remmo und die Bitte um Verbreitung seiner Bundestagsrede sind bestätigt.
Diese Vorgänge sind nicht identisch und beweisen sich nicht gegenseitig. Zusammengenommen erklären sie aber, warum die politische Debatte inzwischen über einzelne Vorfälle hinausgeht.
Eralp hat mehrfach klare Distanzierungen ausgesprochen. Nach dem Wahlsieg zählt jedoch nicht mehr nur, was die mögliche Regierende Bürgermeisterin verurteilt. Entscheidend wird, welche Konsequenzen ihre Partei tatsächlich zieht. Wer Berlin führen will, muss nicht jede Nachricht seiner Parteifreunde gekannt haben. Er muss aber zeigen können, wie seine Partei mit öffentlich bekannten Grenzüberschreitungen und problematischen Strukturen in den eigenen Reihen umgeht.
Die Linke ist stärkste Kraft und entscheidet heute über den Einstieg in Sondierungen mit SPD und Grünen. Damit steht die Debatte über Antisemitismus und israelfeindliche Positionen nicht mehr am Rand des Wahlkampfs. SPD und Grüne haben die Klärung dieser Fragen selbst zu einem wichtigen Punkt möglicher Gespräche gemacht.
ℹ️ Faktenbasis und Primärquellen zum Artikel 📑
▶️ Landeswahlleiter Berlin:
Vorläufiges Ergebnis der Wahl zum Abgeordnetenhaus vom 20. September 2026
Die Linke erreicht 25,7 Prozent der Zweitstimmen und wird stärkste Kraft.
▶️ n-tv:
Interview mit Elif Eralp vom 14. September 2026
Eralps Aussagen über wiederkehrende Fälle von Israelhass und ihre Einordnung als Einzelfälle.
▶️ Elif Eralp:
LINKS*KANAX
Eigene Dokumentation zur Gründung des Netzwerks im Juni 2019 mit Elif Eralp und Ferat Koçak als Erstunterzeichnern.
▶️ Tagesschau / rbb:
Linken-Spitzenkandidatin Eralp kritisiert Rapper-Auftritt
Bericht vom 30. August 2026 über Dahabflex, den Auftritt und Eralps Forderung nach Konsequenzen.
▶️ Tagesspiegel:
Berliner Linke zieht vorerst keine Konsequenzen
Bericht vom 5. September 2026 über die bis dahin ausgebliebenen Konsequenzen nach dem Dahabflex-Auftritt.
▶️ Die Linke Neukölln:
Stellungnahme zum VPNK und zur AG Palästinasolidarität
Eigene Angaben des Bezirksverbands über monatelangen Austausch, gemeinsame Demonstrationen und Vertrauen in VPNK-Vertreter.
▶️ Berliner Verfassungsschutz:
Verfassungsschutzbericht Berlin 2024
Dokumentation zum gemeinsamen Auftreten von Hamas- und PFLP-Anhängern unter der Dachbezeichnung VPNK.
▶️ democ:
Verherrlichung von Hamas-Führer bei „United4Gaza“
Dokumentation zu Ibrahim Ibrahim und seiner öffentlichen Verherrlichung Yahya Sinwars.
▶️ Berliner Zeitung:
Ausschlussantrag gegen Hannah Bruns
Bericht über Bruns’ Äußerungen, den Parteiausschlussantrag und ihre Aussagen zu Tel Aviv.
▶️ Deutscher Bundestag:
Plenarprotokoll 21/56 vom 29. Januar 2026
Originalwortlaut von Ferat Koçaks Aussagen zum Begriff Clankriminalität.
▶️ Tagesschau:
Koçak bestätigt Kontakt zu Firas Remmo
Bericht über den Chat, die Grüße an Issa Remmo und die Bitte um Verbreitung von Koçaks Bundestagsrede.
▶️ n-tv:
Eralp distanziert sich von organisierter Kriminalität
Aussagen nach Issa Remmos Auftauchen auf der Wahlparty.
▶️ Zentralrat der Juden in Deutschland:
Berliner Wahlen 2026
Stellungnahme Josef Schusters vom 22. September 2026.
▶️ Tagesschau:
Warnungen vor Koalition mit der Linken in Berlin
Aussagen von SPD, Grünen und Zentralrat zu möglichen Gesprächen und Antisemitismusvorwürfen.
▶️ ZDF:
150 jüdische Berliner verteidigen die Linke gegen Antisemitismusvorwürfe
Dokumentation des offenen Briefes und der Gegenposition zum Zentralrat.
▶️ rbb24:
Berliner Linke entscheidet auf Parteitag über Sondierungen
Aktueller Stand vom 25. September 2026 zum Parteitag und zum möglichen Beginn von Sondierungen.
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